Das Phänomen der sensorischen Integrationsstörung lässt sich in verschiedene Bereiche unterteilen, die jeweils spezifische Sinneskanäle betreffen. Eine differenzierte Betrachtung hilft dabei, die individuellen Barrieren der betroffenen Personen exakt zu lokalisieren und gezielte Fördermaßnahmen zu ergreifen.
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung
Bei einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung liegt eine Beeinträchtigung der Weiterverarbeitung von Gehörten vor, während das eigentliche Gehör intakt ist. Betroffene Kinder können Nebengeräusche nur schwer ausblenden, wodurch die Konzentration in einer lauten Gruppe massiv erschwert wird. Für dich als pädagogische Fachkraft bedeutet dies, dass mündliche Anweisungen oft missverstanden werden oder verspätet ankommen. Durch bewusste Blickkontakte, kurze Sätze und visuelle Unterstützung kannst du diesen Kindern das Verstehen im Alltag erheblich erleichtern.
Visuelle Wahrnehmungsstörung
Eine visuelle Wahrnehmungsstörung beeinträchtigt die Fähigkeit, optische Reize im Gehirn korrekt zu interpretieren und räumliche Beziehungen wahrzunehmen. Das Erkennen von Formen, das Unterscheiden von Mustern oder das Halten der Zeile beim Lesen stellen hierbei immense Hürden dar. Im Alltag fällt es betroffenen Kindern oft schwer, Gegenstände auf einem unruhigen Hintergrund zu finden oder Entfernungen richtig einzuschätzen. Durch reizarme Arbeitsplätze und klar strukturierte, kontrastreiche Materialien bietest du eine wertvolle Orientierungshilfe.