Die 5 Prinzipien der Partizipation im Kindergarten

veröffentlicht am: 22.09.2025

Was bedeutet Partizipation im Kindergarten?

Partizipation meint die aktive Beteiligung von Kindern an Entscheidungen, die ihr eigenes Leben und den Kita-Alltag betreffen. Es geht darum, Kinder nicht nur „mitreden“ zu lassen, sondern ihnen echte Gestaltungsmöglichkeiten einzuräumen. Pädagogische Fachkräfte fragen sich dabei oft, wie weit Mitbestimmung gehen kann und wo die Verantwortung der Erwachsenen bleibt.

Beispiel: Ein Kind darf entscheiden, ob es lieber draußen spielt oder im Kreativraum bleibt.

Abgrenzung: Nicht alles ist verhandelbar – etwa Fragen der Sicherheit oder gesetzliche Vorgaben.

Damit Partizipation gelingt, braucht es ein klares Verständnis über die 5 Prinzipien der Partizipation von Kindern, die dem Konzept zugrunde liegen. Diese werden wir uns im folgenden näher anschauen.

Die 5 Prinzipien der Partizipation im Kindergarten

Die 5 Prinzipien der Partizipation im Kindergarten bilden das Fundament für eine demokratische, wertschätzende Kita-Praxis. Sie geben pädagogischen Fachkräften Orientierung, wie Kinder aktiv in Entscheidungsprozesse einbezogen werden können. Die Prinzipien bewirken, dass Kinder Selbstwirksamkeit erfahren, Verantwortung übernehmen und lernen, ihre Meinung zu äußern. Gleichzeitig stärken sie das Miteinander in der Gruppe und fördern ein Klima des Respekts und Vertrauens. So wird Partizipation nicht nur theoretisch vermittelt, sondern im täglichen Miteinander spürbar gelebt.

  1. Information & Verständlichkeit: Kinder erhalten kindgerechte Informationen über Inhalte und Entscheidungen, damit sie sich eine eigene Meinung bilden können.
  2. Freiwilligkeit: Kinder dürfen selbst entscheiden, ob und wie sie sich beteiligen möchten, und haben jederzeit das Recht, sich zu enthalten.
  3. Transparenz der Entscheidungswege: Kinder wissen genau, bei welchen Themen sie mitbestimmen können, welche Methoden genutzt werden und wo die Grenzen liegen.
  4. Verbindlichkeit & Verlässlichkeit: Absprachen gelten: Absprachen mit Kindern werden eingehalten oder – falls nicht möglich – offen und verständlich begründet.
  5. Individuelle Begleitung & Zugänglichkeit: Jedes Kind erhält die Unterstützung, die es für eine aktive Teilhabe braucht, angepasst an Alter, Persönlichkeit und Fähigkeiten.

 

Für die Umsetzung im Kindergartenalltag bedeutet das: Pädagoginnen und Pädagogen müssen Situationen schaffen, in denen Kinder wirklich mitbestimmen können. Dazu gehört, Abläufe und Regeln kindgerecht zu erklären, Entscheidungsräume klar abzustecken und Absprachen verbindlich einzuhalten. Wichtig ist, Partizipation nicht als „Extra-Aufgabe“ zu sehen, sondern als festen Bestandteil der pädagogischen Haltung. Ob bei der Wahl von Projekten, der Gestaltung von Regeln oder im Gesprächskreis – die Prinzipien helfen Fachkräften, Beteiligung konsequent und praxisnah umzusetzen.

7 Ziele von Partizipation im Kindergarten

Die 7 Ziele von Partizipation im Kindergarten knüpfen direkt an die Prinzipien an und zeigen, welchen nachhaltigen Einfluss Mitbestimmung auf die kindliche Entwicklung hat. Sie machen deutlich, dass es nicht allein um einzelne Entscheidungen geht, sondern um die Förderung von Haltungen und Kompetenzen, die Kinder ein Leben lang begleiten. Für pädagogische Fachkräfte bedeutet das: Partizipation ist ein wirksames Werkzeug, um Kinder auf ihre Rolle als aktive Mitglieder der Gesellschaft vorzubereiten. Schauen Sie sich die folgenden 7 Ziele der Partizipation von Kindern im Kindergarten oder der Kita an:

  1. Förderung von Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung
  2. Entwicklung sozialer Kompetenzen
  3. Demokratieverständnis von klein auf
  4. Stärkung der Kommunikationsfähigkeit
  5. Förderung von Empathie und Rücksichtnahme
  6. Vorbereitung auf gesellschaftliche Teilhabe
  7. Stärkung der Resilienz durch Mitbestimmung

Diese Ziele zeigen, dass Partizipation weit über die Kita hinaus wirkt. Sie legt die Grundlage für demokratisches Handeln, für respektvolle Zusammenarbeit und für die Fähigkeit, Herausforderungen selbstbewusst zu meistern. Gerade in einer zunehmend komplexen Welt ist es entscheidend, Kinder frühzeitig an Entscheidungsprozesse heranzuführen und ihnen das Vertrauen zu schenken, eigene Ideen einzubringen.

Partizipation im Kindergarten: Beispiele aus der Praxis

Ein anschauliches Beispiel ist die gemeinsame Planung eines Kita-Gartenprojekts. Die Kinder dürfen zunächst Ideen sammeln, welche Pflanzen sie anbauen möchten, und stimmen dann über die Auswahl ab. Dabei erleben sie Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung, weil ihre Entscheidung direkten Einfluss auf die Gestaltung des Gartens hat. Im gemeinsamen Austausch lernen sie, Rücksicht auf andere Meinungen zu nehmen und entwickeln so soziale Kompetenzen sowie Kommunikationsfähigkeit. Durch die Abstimmungen erfahren sie, was Demokratie bedeutet und wie wichtig faire Entscheidungen sind. Gleichzeitig stärkt das Projekt ihre Resilienz, da sie auch mit Rückschlägen umgehen müssen – etwa wenn eine Pflanze nicht wächst wie erwartet.

Grenzen der Partizipation im Kindergarten

So wichtig Partizipation auch ist, es gibt klare Grenzen, die Fachkräfte im Blick behalten müssen. Kinder dürfen keine Entscheidungen treffen, die ihre Sicherheit gefährden oder gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen. Auch begrenzte Ressourcen wie Zeit, Personal oder Räume können Mitbestimmung einschränken. Zudem sind manche Themen für Kinder zu komplex, da ihnen Wissen oder Reife fehlen. Entscheidend ist, diese Grenzen offen zu kommunizieren und den Kindern verständlich zu erklären, warum nicht alles zur Wahl steht.

Partizipation als Haltung, nicht als Methode

Die 5 Prinzipien der Partizipation im Kindergarten sind weit mehr als eine pädagogische Theorie – sie sind ein Haltungsthema. Wer Kinder ernst nimmt, ihnen zuhört und echte Mitbestimmung ermöglicht, legt den Grundstein für demokratisches Lernen und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig gilt es, Grenzen zu erkennen und diese klar zu kommunizieren. Für Fachkräfte bedeutet das: Partizipation verlangt kontinuierliche Reflexion und eine Kultur der Offenheit.

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